Johann Sebastian Bach: Sein Leben und sein Werk
Johann Sebastian Bach wurde 1685 als achtes Kind des Stadt- und Hofmusikers Johann Ambrosius Bach und seiner Frau Maria Elisabetha in Eisenach geboren. Er war neun Jahre als seine Eltern starben und er zu seinem älteren Bruder nach Ohrdruf zog, wo dieser Organist war. Mit 15 Jahren bewarb er sich im Mettenchor der Stadt Lüneburg, wo er zunächst ein bescheidenes Einkommen hatte. Später ging er las Organist nach Arnstadt in Thüringen. aus dieser zeit stammt eines der bekanntesten Orgelwerke Johann Sebastian Bachs, die berühmte Toccata und Fuge in d-Moll. Nach kurzer Station in Mühlhausen wechselte Bach, der mittlerweile seine Verlobte Barbara geheiratet hatte nach Weimar und wurde dort Hoforganist. Mit noch nicht einmal 30 Jahren wurde er 1714 zum Konzertmeister befördert und war fortan verpflichtet monatlich eine Kantate zu komponieren und auch aufzuführen. Mit dem Herzog in Weimar kam Bach nicht sonderlich gut aus, so dass er bereits nach drei Jahren trotz eines guten Gehaltes nach Köthen wechselte. 1720 starb seine erste Frau Maria Barbara und er heiratete ein Jahr später seine zweite Frau Anna Magdalena Wilcken. In dieser Zeit schrieb Bach mehrere Werke für den Markgrafen von Brandenburg. Diese sechs Konzerte für mehrere Instrumente, sind als Brandenburgische Konzerte weltberühmt. Es folgten das Wohltemperierte Klavier, einer Sammlung von Präludien und Fugen in allen Tonarten.
1723 wechselte Bach nach Leipzig und wurde Kantor der Thomaskirche. Hier wirkte er bis zu seinem Tod im Jahr 1750. Es entstanden unzählige Kompositionen, Messen und Kantaten und auch das berühmte Weihnachtsoratorium. Sein Werk „Die Kunst der Fuge“ kann er gerade noch beenden. In den letzten Jahren seines Lebens erkrankte Bach. Er war fast erblindet. Er hatte neun Kinder (vier Söhne und fünf Töchter). Seine mehr als 1000 Kompositionen wurden später im Bachwerkeverzeichnis BWV registriert und geordnet.
Obwohl Bach vor allem als Kirchenmusiker bekannt ist schrieb er durchaus auch weltliche Werke wie zum Beispiel die Bauernkantate und die Kaffeekantate.